Hallo Aline, erzähl uns doch mal wer du bist, woher du kommst und wie alt du bist.

Mein Name ist Aline Petunia, eigentlich heiße ich Aline Hahnle. Ich komme aus Gemmingen, das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Heilbronn und bin 23 Jahre alt.

 

Wann hast du dich das erste mal Tätowieren lassen und wer hat dich tätowiert?

Wie ich zu meinem ersten Tattoo kam… Also: mich interessierten Tattoos schon sehr früh. Nach langem flehen bekam ich mit 17 Jahren eine Erlaubnis von meiner Mutter. Daraufhin  habe ich mir gleich auf der Tattoo Convention in Reutlingen mein erstes Tattoo stechen lassen. Ja, das bleibt im Kopf. Ich weiß noch, ich habe eine Zeit gebraucht bis ich jemanden ansprechen konnte. Ein junges Mädchen unter voll tätowierten Menschen, das war aufregend!

Ich habe dann letztendlich das Studio 86 gefunden, die meiner Zwillingsschwester und mir eine Schleife als Verbindung tätowierten. Meine Schwester Alena und ich haben eine sehr enge Bindung, wir machen alles gemeinsam und sind wie eins.

 

Und wie bist du dann letztendlich zum Tätowieren gekommen?

Ab diesem Zeitpunkt faszinierte mich das tätowieren. Wie die Kunst ein Teil unseres Leben und zum Leben erweckt wird.

Ich fing neben der Schule an und übte auf Kunsthaut und tätowierte mich auch selbst. Wenn ich jetzt so zurück denke, ist es schon Crazy gewesen. Bis ich meinen Mut zusammen nahm und nach meinem Abschluss meinen Traum als Beruf umsetzte. Ich kam in das Studio Tattoo Hulk in Stuttgart und lernte eine Menge.

 

Du hast nun vor in die weite Welt zu reisen, besser gesagt in die USA – wie ist es dazu gekommen?

Wie ich auf Hollywood komme, ja das ist eine längere Geschichte.

Ich wollte schon immer reisen, andere Sitten kennen lernen und einfach mal etwas anderes sehen. Da mein Freund Salvo Musiker ist, kommt Amerika gerade perfekt. Für uns ist die USA ein Land der Künstler. Sich frei zu entfalten und das machen, was man sein Leben lang erträumt hat. Darauf hin dachten wir,  jetzt oder nie!

 

Was denkst du erwartet dich dort?

Oh ja, ich denke, uns erwartet eine unvergessliche Zeit, mit Höhen und Tiefen.

 

Wen zählst du zu deinen Mentoren, die dich in Sachen Kunst und Tattoos begleiten? 

Puh, als Mentor habe ich keinen bestimmen. In der Tattoo Szene tauscht man sich untereinander aus, schaut wie oder was andere tätowieren, welche Materialien es gibt.

Aber letztendlich war ich immer mein eigener Mentor. Ich probierte viel aus, bis ich die Stilrichtung “Black and Grey” entdeckte. Ich denke, jeder Künstler entwickelt nach der Zeit seinen eigenen Stil, ich zum Beispiel kombiniere gerne den Black and Grey Stil mit Dotwork. Ich erschaffe damit einen Kontrast, wie feine Linien mit dunklen Schattierung zu einem ganzen werden. Zudem bin ich selbst sehr bunt und mache jedoch Blackwork.

In meiner Freizeit male ich mit Acryl auf Leinwände, da hat mich Salvador Dalí geprägt. Ich liebe abstrakte Formen, in denen man seine eigene Geschichte erfindet, wie im Surrealismus.

Die Kunst spielt eine sehr große Rolle im meinem Leben, daher kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen, als den Traum als Tätowiererin zu leben.

 

Wohin verschlägt es dich oder was hast du in Zukunft noch so vor?

Als Tätowiererin sieht man dementsprechend aus und deshalb haben  meine Schwester und ich entschlossen als Petunia Twins zu modeln. Wir lieben bunte Haare und fancy Socken.

Daher soll jeder den Mut haben, das zumachen, was er wirklich will, denn man lebt nur einmal. Auch wenn es manchmal schwer erscheint.

 

Hast du der Menschheit noch etwas mitzuteilen?

Seid keine Maschinen in einem System, sondern ein Individuum, das sich entfalten kann. Let’s do it!

 

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